Mit Holz Kohlekraftwerke betreiben: eine gute Idee oder eine Umweltsünde?

Eines der Umweltziele nicht nur der Bundesregierung, sondern auch der EU ist das allmähliche Zurückfahren der Nutzung von Kohle in Kraftwerken. Doch um die Kohlekraftwerke auch weiterhin einsetzen zu können, sind die Energiekonzerne auf einen anderen Rohstoff verfallen, der neben der Anlagennutzung auch einen stetigen Strom von EU-Fördergeldern sichert: Holz. Der mit Holz erzeugte Strom gilt gemäß der EU-Vorgaben als Ökostrom und wird entsprechend subventioniert. Auf den ersten Blick eine feine Sache: Die klimaschädliche Kohle wird vom CO2-neutralen und nachwachsenden Brennstoff Holz abgelöst. Aber hält dieser Vorteil auch einem zweiten kritischen Blick stand?

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Kohlekraftwerke - so hilft der Staat bei der Erhaltung und Gewinnerzielung

In Zeiten der Energiewende werden Verbraucher dazu angehalten, jede Möglichkeit, erneuerbare Energien einzusetzen, gutzuheißen. Über dieser staatlich geförderten Euphorie wird allerdings oft übersehen, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt. Energieerzeugung mithilfe von Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen (KWK) galt etliche Jahre als umweltfreundliche Technologie und wird von manchen Umweltverbänden bis  heute empfohlen. Diese Einschätzung hatte ihre Berechtigung, solange die Energieversorger ein Strommonopol innehatten. Doch zwischenzeitlich haben sich die Prioritäten in Richtung der erneuerbaren Energien verschoben, sodass sich dies auf die politische Steuerung der öffentlichen Subventionen auswirken sollte. Die Novellierung des Gesetzes zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Gesetz) lässt daran aber Zweifel aufkommen.

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